Warum „Hard-to-Get“ niemals aus der Mode kommt

Ihr wisst es sicher schon: ich bin ein Fan davon, das andere Geschlecht ein bisschen in die Irre zu führen, um zu bekommen, was ich möchte. Dafür eignet sich nichts besser, als so zu tun, als sei man schwierig zu bekommen. Ich weiß, der Trick ist alt. Dennoch funktioniert er jedes Mal. Jedes Mal ist eine Übertreibung? Männer kennen die Masche schon und fallen darauf nicht rein meinst du? Oh doch, tun sie, egal ob sie wissen, was du tust oder nicht. Warum ist das so? Nun ja, wenn du meinen Beitrag „Warum du Spiele spielen MUSST“ gelesen hast, wird es dich sicher nicht mehr überraschen: wer schwer zu kriegen ist, ist anders in dieser Welt. Ich kann dir sofort sagen,was jede meiner Facebook-Bekanntschaften grade tut. Wenn sie das nicht in Ihren Status geladen haben, dann kann ich sie anschreiben und kriege höchstwahrscheinlich innerhalb von Minuten eine Antwort. Das ist der Standard in unserer heutigen Gesellschaft. Etwas anderes kennen wir schon gar nicht mehr.

Jetzt übertragen wir die Situation auf einen Mann, der kürzlich eine Frau kennen gelernt hat. Beide finden sich irgendwie interessant, sonst wäre wohl kein Kontakt zwischen beiden zustande gekommen. Was ist das erste Ziel der Frau? Wir möchten, dass dieser Mann nur noch an uns denkst, ausschließlich und ständig am besten. Wenn wir ihn wirklich toll finden wollen wir ja schließlich, dass er sich in uns verliebt, also was tun verliebte Männer? Ständig und andauernd nur an diese eine Frau denken.

Wir wollen, dass er sich fragt, was wir machen. Schon bald wird er bestimmt auch mal ganz unschuldig in Form einer Whats-App-Nachricht fragen „Hey, was machst du so?“. Wenn ich ihm jetzt antworte, dass ich grade Zuhause auf dem Sofa sitze, meine Katze streichle und mich langweile, naja, das ist weder informativ noch sonderlich sexy. Wenn ich ihn statt dessen anlüge und behaupte, grade nackt unter der Sonnenbank zu liegen, dann ist das bestimmt sexy UND informativ, aber, nun ja, es ist zum einen zu viel und zum anderen gelogen. Zudem bekomme ich Stress, weil ich jetzt wirklich ins Solarium muss, um mir die Bräune anzueignen, die ich theoretisch schon haben sollte… ein Teufelskreislauf…

Was also soll ich tun? Gar nichts! Gar nichts? Genau. Einfach nicht antworten. Bitte auch nicht lesen (auf keinen Fall blaue Häkchen!!!) und idealerweise für ein paar Stunden nicht online gehen. Nach drei bis vier Stunden kannst du antworten „Sorry, stressiger Tag, wie geht’s dir?“ und dann wieder offline gehen. Wenn du nicht innerhalb von Minuten eine Antwort bekommst, weiß ich auch nicht. Was ist in der Zwischenzeit bei ihm passiert? Naja, die Chancen stehen gut, dass er sich zumindest mal gefragt hat, was du denn machst dass du ihm nicht antworten kannst. Vielleicht hat er dir nur aus Langeweile geschrieben, dann war es für ihn nicht weiter wichtig. Ziel ist aber, dass er sich fragt, was du so Spannendes machst, dass du keine Zeit für ihn hast. Wichtiger noch, ihm fällt vielleicht auf, dass du ihm Gegensatz zu den meisten Frauen die er so kennt, offensichtlich nicht den ganzen Tag hinter deinem Handy hängst und auf eine Nachricht von ihm wartest. Du hast ein Leben! Vielleicht hast du den ganzen Tag nichts gemacht außer zu warten, bis du ihm antworten darfst. Dass muss er nicht wissen und sollte es nicht erfahren. Aber du hast den ersten Schritt geschafft: du hast seine Neugierde entfacht und du hast dich aus der Masse abgehoben, durch NICHTS TUN.

Für die meisten Frauen klingt dieser Vorschlag verängstigend. Sie glauben, ein Mann der sie anschreibt, erwartet eine schnelle Antwort, sonst schreibt er einer anderen Frau und diese Frau antwortet schneller, sie lernen sich kennen, verlieben sich und deine Chance auf diesen Mann ist für immer vorbei. In Wahrheit läuft es aber nicht so, dass diejenige, die zuerst antwortet den Zuschlag erhält. Es sei denn, du bietest auf etwas, das wäre allerdings in diesem Fall ein Call-Boy, diese Ausnahme habe ich hier der Einfachheit halber außer Acht gelassen.

Fang an zu spielen. Spiele auf die richtige Weise „Hard-To-Get“. Du wirst sehen, es gibt einen Grund dafür, warum jeder schon mal davon gehört hat und du wirst bei mir auch lernen, warum es nichts mit „faken“, sich „verstellen“ oder lügen zutun haben muss. Nutze zu deinem Vorteil, was du hast.

Wenn du Hilfe bei der Umsetzung brauchst oder für deinen speziellen Fall einen Tipp brauchst, schreib mir gerne!

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