Warum eine Frau ein Reh sein soll

Heutzutage regieren Frauen die Welt. Sie leiten ganze Unternehmen, managen Familien nebenbei, regieren sogar Länder. Warum also nicht auch selber in eine Bar gehen, einen Mann ansprechen und eine Beziehung in die Wege leiten? Was sollte falsch daran sein, dem Schicksal einen kleinen Schubs zu geben und die Sache selbst in die Hand zu nehmen? Schließlich sind wir stark, emanzipiert, wissen was wir wollen und haben hohe Ansprüche, dafür kann man doch auch mal was tun! Falsch gedacht. Evolutionär betrachtet ist der Mann der Jäger, er hat Scheuklappen auf, um sich voll und ganz auf das Wild zu konzentrieren, was er erbeuten möchte. Deshalb finden Männer auch nicht mehr das Nutella-Glas im Schrank, wenn es seinen gewohnten Ort verlassen hat, um einer Küchenumstrukturierung zu weichen.

Frauen glauben aber, dass wir uns in den letzten Jahrtausenden erfolgreich weiterentwickelt haben und die Männer auch. Heute ist das alles anders. Frauen dürfen die Initiative ergreifen und kriegen in „Flirt-Kursen“ sogar beigebracht, mit einem flotten Spruch um die Ecke zu kommen. Geld- und Zeitverschwendung, wenn ihr mich fragt. Da nutzt jemand die Verzweiflung der weiblichen Bevölkerung strategisch aus! Es ist ein großer Denkfehler, zu glauben, ein Mann kann erobert werden oder von unserer tollen Persönlichkeit überzeugt werden. Einen Mann überzeugst du zu gar nichts! Du zwingst in höchstens, dass geht aber meistens auch nicht lange gut. Schon mal versucht einen Mann zu ändern? Dann wisst ihr was ich meine. Ich sage nicht, ein Mann könnte sich nicht ändern. Ich sage auch nicht, ein Mann könnte sich nicht auf den zweiten oder dritten Blick verlieben. Ich sage nur, dass DU es nicht schaffst, ihn dazu zu bewegen, ER tut das nur SELBER. So, heißt dass jetzt, dass ich alleine sterbe und nie den Mann meiner Träume bekomme oder dass ich mich mit einem von diesen Idioten zufrieden geben muss die mir meine Chatverläufe zumüllen? Nein. Es heißt nur, dass die Herangehensweise der starken Frau heutzutage die verkehrte ist. Du kannst nichts dafür, dir hat keiner gesagt wie es richtig geht. Dir hat auch keiner den Unterschied erklärt, wir wissen zwar, dass Männer und Frauen verschieden sind, aber im jetzigen Zeitalter verschwimmen irgendwie die Regeln. Wie soll ich mich denn verhalten? DU bist das scheue Rehkitz, welches der Mann jagen muss. Warum?

Versetzen wir uns doch mal kurz in die Lage des Jägers…also da ist ein wunderschönes Reh am Horizont, aber um dahin zu kommen muss ich mich vorsichtig ranschleichen und es geschickt mit meinem Können erlegen…und dafür muss ich…Halt, Moment! Da ist ein zweites Reh, direkt vor mir, es schmeißt sich vor mir in den Dreck und bettelt darum, dass ich es erschieße?! Wo kommt es überhaupt her und was will es von mir? Verdammt, kann das mal weg gehen?! Ist doch gar kein Reiz mehr an der Sache, wenn es so läuft und überhaupt, ich muss mich doch auf das Reh da hinten am Horizont konzentrieren… Scheiße, jetzt ist es weg…

SO fühlt sich ein Mann, wenn eine Frau versucht, ihn zu erobern. Hand aufs Herz, bist du eher das Reh am Horizont oder das verzweifelte Ding, was sich dem Mann vor die Füße wirft? Wir alle kennen das Gefühl, von Männern nicht beachtet zu werden, als ob sie unsere Verzweiflung förmlich riechen könnten. Wir denken an die Tipps, die wir von Freunden bekommen haben, einfach mal locker auf einen Mann zu zugehen, doch spätestens nachdem wir uns einen Korb eingefangen haben, bereuen wir es wieder. Unser Selbstbewusstsein schwindet dahin und der Geruch von Verzweiflung potenziert sich.

Wie geht die Geschichte aus für den Jäger und das arme Reh nun aus? Also im besten Fall hat der Jäger die Feinfühligkeit, dem Reh zu seinen Füßen wieder aufzuhelfen und es in die große weite Welt hinauszuschicken, damit es zu sich selber findet und als anmutiges Reh am Horizont eines Tages ZUR VERNUNFT kommt. Im schlechteren Fall wird daraus ein Mitleidsfick. Im schlimmsten Fall eine Beziehung, weil es schön angenehm und bequem ist, aber irgendwann geht der Mann wieder da raus und jagt dem Reh am Horizont nach.

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